Charles de Gaulle (1890 – 1970)

Quick Summary

Charles de Gaulle (1890 – 1970) was a berufsoffizier and major figure in history. Born in Lille, Nord, Frankreich, Charles de Gaulle left a lasting impact through Verkündete den Appell des 18. Juni 1940 und organisierte das Freie Frankreich.

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Detailliertes Porträt von Charles de Gaulle in Generalsuniform mit eichenlaubverziertem Käppi, entschlossenem Blick, beleuchtet wie eine offizielle Fotografie der 1940er Jahre.
Im Fokus

Geburt

November 22, 1890 Lille, Nord, Frankreich

Tod

November 9, 1970 Colombey-les-Deux-Églises, Haute-Marne, Frankreich

Nationalität

Französisch

Berufe

Berufsoffizier Anführer der französischen Résistance Staatsmann Präsident Frankreichs Memoirenschreiber

Vollständige Biografie

Origins And Childhood

Geboren in eine katholische und monarchistische Familie in Lille, wuchs Charles de Gaulle in einem gebildeten Umfeld auf, das von der Nationalgeschichte durchdrungen war. Sein Vater Henri unterrichtete Literatur und Geschichte, während seine Mutter Jeanne einen glühenden Patriotismus vermittelte. Ausgebildet an Jesuitenkollegs in Paris und Lille, entwickelte er eine Faszination für Strategie und das napoleonische Epos. 1909 trat er in die Militärakademie Saint-Cyr ein und schloss 1912 als Infanterieleutnant ab. Er schloss sich dem 33. Regiment unter dem Kommando von Oberst Pétain an, wodurch sich sein strenges Disziplinverständnis und sein Glaube an eine moderne, offensive Kriegsführung festigten. Frühe Einsätze in Arras und Saint-Omer bestätigten sein Temperament. Er nahm an Stabsübungen teil, verfasste taktische Notizen und vertiefte sich in Philosophen wie Bergson und Péguy. Er pflegte eine mystische Sicht auf Frankreichs historische Mission, gemäßigt durch den Respekt vor den militärischen Hierarchien der Vorkriegszeit, die noch vom Trauma von 1870 geprägt waren.

Historical Context

De Gaulles Geburt fiel mit der turbulenten Dritten Republik Frankreichs zusammen, die von der Dreyfus-Affäre, der Trennung von Kirche und Staat sowie der imperialen Expansion geprägt war. Das Militär debattierte über Doktrinen – offensiver Elan gegenüber methodischer Verteidigung –, während Europa vor Bündnissen, Wettrüsten und nationalistischen Rivalitäten brodelte. Der Erste Weltkrieg brach 1914 aus und bestätigte die Furcht vor einem totalen Krieg. Frankreich mobilisierte Millionen von Männern; Schlachten verwüsteten den Norden und Osten. Als junger Leutnant entdeckte de Gaulle die brutalen Grenzen traditioneller Führung. Fünfmal verwundet und im März 1916 bei Verdun gefangen genommen, verbrachte er siebenundzwanzig Monate in deutscher Gefangenschaft, unternahm wiederholt Fluchtversuche und studierte Clausewitz und Foch. Die Erfahrung offenbarte die Notwendigkeit mechanisierter Innovation. Die Zwischenkriegsjahre ließen Frankreich siegreich, aber besorgt zurück, inmitten europäischer Instabilität, aufkommenden Totalitarismus und Wirtschaftskrise. De Gaulle beobachtete politische Starrheit, koloniale Abhängigkeit und eine an die Maginot-Linie gebundene Verteidigungsstrategie – Elemente, die seinen Pessimismus über den nationalen Niedergang nährten.

Public Ministry

Zwischen den Kriegen baute de Gaulle eine Stabskarriere auf, lehrte an der Kriegsschule und veröffentlichte gewagte Analysen. In „Vers l'armée de métier“ (1934) plädierte er für autonome Panzerdivisionen und Stoßtaktiken. Obwohl seine Ideen von einer an die statische Verteidigung gebundenen Nation weitgehend ignoriert wurden, zogen sie Politiker wie Paul Reynaud an. Der Zusammenbruch im Mai/Juni 1940 rückte ihn in den Vordergrund: Als Oberst im Kommando der 4. Panzerdivision führte er verzögernde Gegenangriffe, wurde zum Brigadegeneral befördert und am 6. Juni zum Unterstaatssekretär für Krieg ernannt. Er lehnte den von Marschall Pétain unterzeichneten Waffenstillstand ab, flog nach London und verkündete über die BBC den Appell des 18. Juni, wodurch die Bewegung des Freien Frankreichs entstand. Von Carlton Gardens aus organisierte er die Streitkräfte des Freien Frankreichs, gewann afrikanische Kolonien, gründete ein Nationalkomitee und beteiligte sich an Feldzügen von Nordafrika bis zur Normandie. Trotz des Misstrauens der Alliierten sicherte sein Beharren auf französischer Souveränität die Anerkennung. Nach der Befreiung von Paris leitete er die provisorische Regierung, stellte die republikanischen Institutionen wieder her, verstaatlichte strategische Sektoren und schuf die Sozialversicherung.

Teachings And Message

Die gaullistische Doktrin drehte sich um wiederkehrende Prinzipien: die Größe Frankreichs, die nationale Unabhängigkeit und die Einheit über Parteikonflikte hinweg. De Gaulle misstraute dem zerstrittenen Parlamentarismus und setzte sich für eine starke Exekutive ein, die vermitteln und entscheiden konnte. Seine Reden – von London bis Bayeux, von Brazzaville bis Algier – lesen sich wie Lektionen in Geschichte und staatsbürgerlicher Moral, die das nationale Schicksal, die Kontinuität des Staates und die Notwendigkeit von Mut feiern. Er schätzte auch die Teilhabe des Volkes durch Referenden, den Kontakt zur Jugend und den Dialog mit den Gewerkschaften. Seine soziale Vision, beeinflusst von der katholischen Soziallehre und dem Solidarismus, förderte die Beteiligung der Arbeiter und soziale Gerechtigkeit ohne Kollektivismus. International vertrat er eine „gewisse Idee von Frankreich“: verbündet, aber frei, europäisch, aber souverän, ausgerichtet auf die Frankophonie und den globalen Süden.

Activity In Galilee

In den 1940er und 1950er Jahren dienten de Gaulles Reisen durch die Gebiete des Freien Frankreichs und der Kolonien – Brazzaville, Algier, Casablanca, London, Moskau, Washington – dazu, seine Bewegung zu legitimieren, Ressourcen zu sichern und die Kontinuität des Staates zu bekräftigen. Nach 1944 stärkten seine Triumphfahrten durch das befreite Frankreich, von Bayeux bis Straßburg, die öffentliche Moral und bekräftigten die staatliche Autorität. Als Präsident (1959–1969) reiste er durch das französische Mutterland, die Überseedépartements und die ehemaligen Kolonien, um die neue Republik und die Zusammenarbeit zu fördern. Die Afrikareise von 1960 begleitete die Entkolonialisierung; der Kanadabesuch von 1967 gipfelte im dramatischen „Vive le Québec libre!“. Jede Reise war Teil einer umfassenderen Strategie der Öffnung und der Volksdiplomatie.

Journey To Jerusalem

De Gaulles „Reise nach Jerusalem“ spiegelt seine Rückkehr an die Macht während der Algerienkrise wider. Im Mai 1958 bedrohte ein Aufstand in Algier die Vierte Republik. Vom Militär und Teilen der politischen Klasse gerufen, forderte de Gaulle volle verfassungsgebende Vollmachten und ein Mandat zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung. Am 1. Juni ernannte ihn die Nationalversammlung zum Ministerpräsidenten; am 4. Juni erklärte er in Algier „Je vous ai compris“, ein Sinnbild seines ambivalenten Balanceakts. Unter der Leitung von Michel Debré ausgearbeitet, stärkte die Verfassung von 1958 die Präsidentschaft, führte Referenden ein und versprach Regierungsstabilität. Oppositionsparteien – Kommunisten, Befürworter eines französischen Algeriens – warnten vor einer autoritären Entwicklung. De Gaulle navigierte zwischen dem Militär, den Siedlern und den algerischen Nationalisten und eröffnete geheime Gespräche mit der FLN. Die Terrorkampagne der OAS, die Woche der Barrikaden und der Generalsputsch vom April 1961 verdeutlichten den Widerstand der Extremisten. Die Abkommen von Évian im März 1962 beendeten den Algerienkrieg und lösten den Exodus der europäischen Siedler aus, was seinen endgültigen Bruch mit der Kolonialarmee besiegelte.

Sources And Attestations

De Gaulles Werdegang ist umfassend dokumentiert. Seine eigenen Schriften – Kriegsmemoiren, Reden und Botschaften, Memoiren der Hoffnung – präsentieren eine teleologische Erzählung seines Handelns. Archive des Service Historique de la Défense, des Außenministeriums und der Charles-de-Gaulle-Stiftung liefern ergänzende Belege. Zeugnisse enger Mitarbeiter – Georges Pompidou, André Malraux, Jacques Foccart, René Pleven – geben Einblick in die Entscheidungsfindung. Alliierte Quellen beleuchten die gespannten Beziehungen zu Churchill und Roosevelt. Historiker stützen sich auch auf Geheimdienstberichte, parlamentarische Debatten, Rundfunksendungen und Wochenschauen, die einen reichen Fundus zum Verständnis der Entstehung des Gaullismus bilden.

Historical Interpretations

Seit den 1970er Jahren schwanken Historiker zwischen Hagiografie und Kritik. Jean Lacouture, Éric Roussel, Julian Jackson, Maurice Vaïsse und Frédéric Turpin betonen seine Fähigkeit, die Nation in der Krise zu verkörpern. Manche heben seinen wirtschaftlichen Pragmatismus hervor, andere seinen sozialen Konservatismus oder seine kolonialen Ambivalenzen. Die Debatte konzentriert sich auf das Wesen des Gaullismus: eine einigende Bewegung über den Parteien oder eine national-konservative Ideologie? Politikwissenschaftler sehen darin ein Modell starken Präsidentialismus; Soziologen analysieren seine mythenbildende Kraft. Kritiker unterstreichen sein Misstrauen gegenüber Gegenmächten, die konfliktreichen Beziehungen zur Presse und seine Skepsis gegenüber einem supranationalen Europa. Trotzdem stimmen die meisten der Kohärenz seines Projekts zu: Frankreich in einer bipolaren Welt die Entscheidungsfreiheit zurückzugeben.

Legacy

De Gaulles Vermächtnis ist vielschichtig. Institutionell hinterließ er eine stabile Fünfte Republik, die zahlreiche Machtwechsel überstanden hat. Diplomatisch sicherte er die nukleare Abschreckung, einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat und eine unabhängige Politik gegenüber der arabischen Welt und Afrika. Wirtschaftlich startete er den Stabilisierungsplan von 1958, große Industrieprogramme (Caravelle, Concorde, Diamant) und schuf die DATAR zur Förderung der regionalen Entwicklung. Sozial förderte er die Beteiligung der Arbeiter, die Berufsausbildung und die Sozialversicherungsreform von 1967. Sein symbolisches Erbe bleibt kraftvoll: Statuen, Museen, Gedenkfeiern und politische Rhetorik, die den „Geist des 18. Juni“ beschwören. Die Charles-de-Gaulle-Stiftung, das Institut und das Denkmal in Colombey bewahren die kollektive Erinnerung. In der Populärkultur bleibt er eine Schutzfigur der französischen Widerstandsfähigkeit, zentral für Debatten über Souveränität, Europa und Globalisierung.

Leistungen und Vermächtnis

Wichtige Leistungen

  • Verkündete den Appell des 18. Juni 1940 und organisierte das Freie Frankreich
  • Vereinte den inneren und äußeren Widerstand unter dem CFLN und später der provisorischen Regierung
  • Stellte nach der Befreiung die staatliche Autorität wieder her und legte den Grundstein für den Wohlfahrtsstaat
  • Gründete die Fünfte Republik und war ihr erster Präsident
  • Verhandelte die Abkommen von Évian, die den Algerienkrieg beendeten
  • Behauptete die diplomatische und nukleare Unabhängigkeit Frankreichs

Historisches Vermächtnis

Charles de Gaulle hinterließ Frankreich einen dauerhaften verfassungsrechtlichen Rahmen, eine auf Souveränität gegründete Diplomatie und ein nationales Gedenken an den Widerstand. Sein Denken prägt weiterhin die Debatten über staatliche Autorität, Europas Zukunft und die Fähigkeit von Nationen, in der Globalisierung strategische Autonomie zu bewahren.

Detaillierte Zeitlinie

Wichtige Ereignisse

1890

Geburt

Geboren in Lille in eine patriotische katholische Familie

1916

Verdun

Verwundet und gefangen genommen, während er bei Verdun seine Kompanie befehligte

1934

Vers l'armée de métier

Veröffentlicht sein strategisches Essay für mechanisierte Berufstruppen

1940

Appell des 18. Juni

Ruft von London aus zur Fortsetzung des Kampfes gegen Nazideutschland auf

1944

Befreiung von Paris

Übernimmt nach dem Pariser Aufstand die Führung der provisorischen Regierung

1958

Rückkehr an die Macht

Wird Ministerpräsident und leitet die Ausarbeitung der Verfassung der Fünften Republik ein

1962

Abkommen von Évian

Beendet den Algerienkrieg und erkennt die Unabhängigkeit an

1969

Rücktritt

Verlässt die Präsidentschaft nach der Niederlage beim Regionalisierungsreferendum

1970

Tod

Stirbt plötzlich in Colombey-les-Deux-Églises

Geografische Zeitlinie

Berühmte Zitate

"Frankreich kann ohne Größe nicht Frankreich sein."

— Charles de Gaulle

"Mein ganzes Leben lang hatte ich eine gewisse Idee von Frankreich."

— Charles de Gaulle

"Vive le Québec libre!"

— Charles de Gaulle

"Der Nachschub wird folgen."

— Charles de Gaulle

Frequently Asked Questions

Er wurde am 22. November 1890 in Lille geboren und starb am 9. November 1970 in Colombey-les-Deux-Églises an einem Aneurysma.

Als Unterstaatssekretär für Krieg im Juni 1940 lehnte er den Waffenstillstand ab, verkündete den Appell des 18. Juni von London aus und führte das Freie Frankreich an, wobei er die Widerstandsbewegungen und Kolonialtruppen vereinte.

Während der Krise vom Mai 1958 zurückberufen, sicherte sich de Gaulle verfassungsgebende Vollmachten, überwachte die Ausarbeitung einer neuen Verfassung, die die Exekutive stärkte, und wurde im Januar 1959 der erste Präsident der Fünften Republik.

Er befürwortete die nationale Unabhängigkeit: den Austritt aus der integrierten Kommandostruktur der NATO, die Anerkennung der Volksrepublik China, das Veto gegen den Beitritt Großbritanniens zur EWG und die Förderung eines Europas souveräner Staaten.

Seine Kriegsmemoiren (1954–1959) und Memoiren der Hoffnung (1970–1971) verbinden politische Rechtfertigung, historische Erzählung und eine Vision des französischen Schicksals.

Sources and Bibliography

Primary Sources

  • Charles de Gaulle – Mémoires de guerre (3 vol.)
  • Discours et messages, 1940-1969
  • Fondation Charles-de-Gaulle – Chronologie du Général

Secondary Sources

  • Jean Lacouture – De Gaulle (3 tomes) ISBN: 9782070732480
  • Éric Roussel – Charles de Gaulle ISBN: 9782213627319
  • Julian Jackson – De Gaulle ISBN: 9780674987210
  • Maurice Vaïsse – La grandeur. Politique étrangère du général de Gaulle ISBN: 9782746737236
  • Frédéric Turpin – De Gaulle, les États-Unis et l’Algérie ISBN: 9782130621845

See Also